Bernhard Hanisch

Schulsozialpädagoge


Name: Hanisch (Wie die Ritterausrüstung nur ohne „R“)

Vorname: Bernhard

Alter: Ist das wirklich wichtig? Ja, OK, ich habe die 50 überschritten!!

Familie: Seit 28 Jahren glücklich verheiratet mit Annette. 2 klasse Töchter namens Dorothee und Marlen.

Beruf(e): 1981 studierte ich Sozialpädagogik und arbeitete einige Jahre in der Heimerziehung. Danach besuchte ich eine Bibelschule. Im Anschluss fing mein Leben als Pastor an. In diesem Beruf stand ich seit 22 Jahren. Vor 5 Jahren kam eine berufsbegleitende Ausbildung als systemischer Familientherapeut dazu.

Hobbys:

Ich bin ein leidenschaftlicher Koch und liebe die italienische Küche. Leidenschaftlich heißt, ich koche gern zur Entspannung. Außerdem spiele ich total gerne Boule (und kann ganz schlecht verlieren!) Wenn man das als Hobby bezeichnen darf.

Zur Schulsozialpädagogik:

Seit dem Schuljahr 2009/2010 bin ich in Teilzeit an unserer Schule in der Funktion des Schulsozialpädagogen.

I. Was macht ein Schulsozialpädagoge?

Ich erlebe, dass Jugendliche in der heutigen Zeit oft vielschichtige Belastungen haben. Diese nehmen sie überall mit hin. Auch in den Schulalltag. Die  bestehenden sozialen Gefügen (Elternhaus, Freunde, Schule) sind Kraftquelle, Hilfe, Lernfeld, aber manchmal auch Teil der Belastungen. Hier setzt sozialpädagogisches Arbeiten an. Unterstützen in den positiven Ansätzen und Hilfe in den Konflikten sollte jedem Jugendlichen angeboten werden. Sozialpädagogische begleitende Angebote sind deswegen unbedingt wichtig.

Eine offizielle Formulierung für Schulsozialarbeit, die ganz gut trifft, lautet:

Man arbeitet präventiv, unterstützend und krisenintervenierend für alle Schüler, Eltern und Lehrpersonen. Hauptaufgabe der Schulsozialarbeit ist ein gezieltes Beratungs-, Beziehungs- und Vermittlungsangebot.

II. Was heißt das konkret?

Nehmen wir erfundene Situationen: Ein Schüler stört wiederholt den Unterricht so massiv, dass er in der Klasse nicht tragbar ist. Der Lehrer hat zunächst den Bildungsauftrag für die ganze Klasse und kann sich trotz allen Engagements nur begrenzt um den Schüler und die Konfliktsituation kümmern. Warum stört der Schüler? Nützen Disziplinarmaßnahmen allein oder braucht er Unterstützung in der Konfliktbewältigung? Ist seine Haltung ein einmaliger Ausrutscher oder eine Fortsetzung von Mustern, die er auch zu Hause zeigt? Können die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz unterstützt werden? Das wären Fragen, die der Sozialpädagoge nachgeht.

Oder: Ein Schüler ist angstbesetzt und hat dadurch kaum Ressourcen seine Leistung abzurufen. Kann man mit dem Schüler Interaktionen durchführen seine Angst zu bearbeiten? Kann man ihm helfen eigene Stärken auszubauen? Manchmal ist es nötig mit Eltern an diesen Mustern zu arbeiten. Nicht selten erlebe ich, dass sie sehr engagiert dabei sind. Dies sind Beispiele für mögliche Arbeitsaufträge. Natürlich geht es nicht nur um Konfliktmanagement, sondern auch um Prävention. Unterstützen, dass ein reibungsloser Ablauf stattfindet. Dies nimmt einen nicht geringen Umfang ein. Dazu kommt der Umgang mit konkreten Konfliktsituationen. Wichtig ist hier eine gute Zusammenarbeit mit den Lehrern, was an unserer Schule wirklich optimal ist.