Erziehung durch Beziehung

Wir wollen als Christen authentisch Vorbild sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass sie von Gott geschaffen und deshalb wertvoll sind. Sie sollen am Ende ihrer Schulzeit die wesentlichen biblischen Inhalte kennen (Schöpfung, Gottes Geschichte mit dem Volk Israel, Jesus Christus als Sohn Gottes, Kreuzigung, Auferstehung, neutestamentliche Lehre).

Wertevermittlung

Christliche Schule zu sein heißt, christliche Grundwerte vorzuleben und weiterzugeben. Für das Leben und Arbeiten in unserer Schule halten wir die Vermittlung und Verinnerlichung der folgenden Werte für unerlässlich:

  • Jeder einzelne ist bereit, seine Begabungen zu erkennen, und er setzt sich dafür ein, sie verantwortungsvoll für das Gemeinwohl zu entfalten.

  • Für ein gutes Miteinander in der Schule und im Leben sind Aufrichtigkeit, Fairness, Zuverlässigkeit, Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft wesentliche Voraussetzungen, die in der Schule vorgelebt und eingefordert werden.

  • Konflikte werden gewaltfrei und mit der Bereitschaft zum Kompromiss beigelegt.

  • Die Förderung unabhängigen Denkens führt zur Eigenverantwortung und ermutigt, für die Wahrheit einzutreten. Zu kontroversen Themen zeigen wir unseren Schülerinnen und Schülern christliche Standpunkte auf.

Die Verwirklichung der Vermittlung von Werten im Schulleben möchten wir durch unsere Vorbildfunktion und Authentizität im Umgang mit unseren Schülerinnen und Schülern erreichen.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler auch in ihrem privaten Umfeld kennenzulernen und eine positive Beziehung herzustellen, da ohne Beziehung Erziehung nicht funktioniert. Diese Beziehung ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Wissens- und Wertevermittlung, damit Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Weg finden können.

Durch den angestrebten engen Kontakt zum Elternhaus unserer Schülerinnen und Schüler versuchen wir in den wesentlichen Aufgaben der Erziehung eine Übereinstimmung zu erzielen, da uns bewusst ist, dass eine Vermittlung von Werten nur in dieser Übereinstimmung zu erreichen ist.

Schlüsselqualifikation

Schlüsselqualifikationen sind die Fähigkeiten, die ein selbstständiges Handeln in Familie und Gesellschaft sowie Schule, Arbeit und Beruf ermöglichen. Sie entwickeln sich auf intellektueller, sozialer und persönlicher Ebene.

Dabei können auf intellektueller Ebene Spontaneität, Flexibilität, Kreativität, Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit genannt werden.

Die soziale Ebene beschreiben wir durch Teamfähigkeit, Rücksichtnahme und Durchhaltevermögen.

Auf persönlicher Ebene zeichnen sich die Schlüsselqualifikationen durch die Kriterien Frustrationstoleranz und Aushalten von unterschiedlichen Wahrnehmungen, Meinungen und Handlungen des Umfeldes, emotionale Stabilität, Kompetenzen, Lernbereitschaft, Lernfähigkeit, Flexibilität, Entscheidungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit aus.

Dementsprechend bewerten wir die sonstigen Leistungen.

Wir vermitteln diese Fähigkeiten u.a. durch offene und kooperative Unterrichtsformen wie z.B. Gruppenarbeit, Projektwochen, Diskussionen, sowie durch die besonderen Fächer „Lernen lernen“ oder „Soziales Lernen“ wie auch im Musik-, Kunst- oder Sportunterricht. Auch die zum Teil selbstständig erarbeiteten Schulandachten spielen bei der Aneignung von Schlüsselqualifikationen eine große Rolle.

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Verantwortung für eine Sache zu übernehmen, sich während der Arbeit gegenseitig abzusprechen und verschiedene Rollen einzunehmen. Dabei ist die gegenseitige Hilfestellung unter den Schülerinnen und Schülern wichtig. Außerdem sollen die Schülerinnen und Schüler die Meinung anderer respektieren und einen Mehrheitsbeschluss akzeptieren lernen.

Schulpädagogische Arbeit

Der Schulsozialpädagoge ist montags und dienstags in der Schule und ist sozialpädagogisch im Schulalltag sowie im Rahmen der Übermittagsbetreuung tätig. Er hat die Möglichkeit, auf Prozesse individuell, interaktiv und unmittelbar einzugehen. Unsere Schülerinnen und Schüler sowie unsere Lehrkräfte haben die Möglichkeit, die sozialpädagogischen Dienste in Anspruch zu nehmen. Schülerinnen und Schüler können nach Absprache während des Unterrichts (vorrangig in Nebenfächern) durch den Schulsozialpädagogen beraten und betreut werden. Die Absprache erfolgt mit der Schulleitung oder nach einem ersten Gespräch mit dem Sozialpädagogen. Im Schulalltag bearbeitet der Schulsozialpädagoge die Bereiche „Cool bleiben statt zu schlagen“ (Gewaltprävention), „Powertraining“ (Training des Sozialverhaltens), „Soziales Lernen“ und unterstützt so die Lehrerinnen und Lehrer. Außerdem gestaltet er die Schulandachten und Schulgottesdienste mit.

In der Übermittagsbetreuung ist er in den Räumlichkeiten präsent und begleitet die Schülergruppe während dieser Zeit. Außerdem  vermittelt er in Konfliktsituationen zwischen den Beteiligten.

Lernen lernen als Unterrichtsfach

Lernen lernen unterrichten wir im Jahrgang 5. Die Unterrichtseinheit umfasst sieben Bereiche, die miteinander verzahnt sind und nicht unbedingt strikt nacheinander abgehandelt werden.

  • Zunächst geht es um die Selbstwahrnehmung der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers. Wir besprechen Stärken und Schwächen. Außerdem benennen wir Lernziele, Absichten und Wünsche.

  • Im zweiten Bereich thematisieren wir den Bereich Hausaufgaben. Daneben stellen wir Lernrhythmen, eine angemessene Organisation des Arbeitsplatzes und wirksame Methoden zur Anspannung und Entspannung vor.

  • Im dritten Bereich ermitteln wir den jeweiligen Lerntyp der Schülerinnen und Schüler.

  • Im vierten Bereich geben wir zahlreiche Tipps, wie Klassenarbeiten vorbereitet werden können. Mithilfe eines Klassenarbeitsplaners können unsere Schülerinnen und Schüler sinnvoll üben.

  • Im fünften Bereich vermitteln wir Lesetechniken.

  • Im sechsten Bereich gibt es Tipps zum kreativen Schreiben sowie Hilfestellungen, eine Mitschrift anzufertigen.

  • Im siebten Bereich reden wir darüber, wie sich die einzelne Schülerin / der einzelne Schüler positiv mitteilt (10 Regeln zum Lernerfolg, Lernvertrag).

Soziales Lernen

In den Jahrgangsstufe 5 und 6 ist das Fach „Soziales Lernen“ Teil  des Stundenplans unserer Schule. Es wird von unserem Schulsozialpädagogen unterrichtet. Unsere Schülerinnen und Schüler setzen sich hier mit sozialen Themen auseinander. So sensibilisieren und stärken sie ihre sozialen Kompetenzen. Erarbeitet werden Themen wie: Gruppenarbeit, Umgang mit Andersartigkeit, Respekt entwickeln, Umgang mit Niederlagen, Mobbing, Inklusion, Wahrnehmungsübungen, Konzentrationsfähigkeit ausbauen, Selbstbehauptung, Konflikte austragen.

Dabei setzen wir stark auf gruppendynamische Prozesse und Erfahrungen. Parallel zu allen Themen lernen unsere Schülerinnen und Schüler Selbstreflektion und gruppenförderndes Verhalten. Innerhalb des sozialen Lernens werden nach Möglichkeit aktuelle Themen der Klasse exemplarisch bearbeitet.

Außerdem führen wir in der 5. Klasse eine Klassenfahrt unter dem Motto „Soziales Lernen“ durch. Unsere neuen Schülerinnen und Schüler lernen sich dort außerhalb des Schulalltags kennen. Durch Spiele und Gesprächseinheiten verlieren sie Berührungsängste und erfahren, dass sie als Team stark sind.

Eine wichtige Arbeitseinheit bildet dabei die Selbst-und Fremdwahrnehmung. Unsere Schülerinnen und Schüler erfahren hierbei, welche Stärken und positiven Eigenschaften sie haben. Gesprächseinheiten über Freundschaft und den Umgang mit Streit folgen. In diese Klassenfahrt sind die Klassenlehrer involviert.

Klassenfahrtkonzept

In der Woche vor den Herbstferien geht es für unsere Klassen auf große und kleine Fahrten. Dabei ist uns wichtig, Themen zu bearbeiten und Erlebnisse zu ermöglichen, die im normalen Schulalltag so nicht zur Geltung kommen.

Die Tabelle gibt einen Überblick über die Klassenfahrtsziele:

 

Jahrgangsstufe 5

3-tägige Fahrt mit dem Schwerpunkt soziales Lernen

Jahrgangsstufe 6

3-tägige Fahrt mit dem Schwerpunkt Suchtvorbeugung: „Kinder stark machen“

Jahrgangsstufe 7

5-tägige Fahrt nach Ameland

 

Jahrgangsstufe 8

3-tägige Fahrt mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt

Jahrgangsstufe 9

Berufswahlorientierungswoche

 

Jahrgangsstufe 10

5-tägige Studienfahrt nach Berlin

Lehrerraumprinzip

Beim Lehrerraumprinzip wird jedem Lehrer ein eigener Raum zugeteilt, in dem er seine Fächer unterrichtet. Das bedeutet, die Unterrichtsräume sind den Lehrerinnen und Lehrern und nicht den Klassen zugeordnet – die Schülerinnen und Schüler gehen zum Unterricht in den Raum der jeweiligen Lehrkraft (Lehrerraum).

Die Qualität von Schule und Unterricht verbessert sich durch ein Raumkonzept mit Lehrerräumen: Da die Lehrerräume nicht unbeaufsichtigt geöffnet sind, kann Unterrichtsmaterial sicher im Raum gelagert werden. Dies führt wiederum zu einem vermehrten und verbesserten Einsatz von Unterrichtsmaterial in den Stunden. Durch weniger Zeitverlust für die Organisation der Materialien wird der Anteil echter Lernzeit im Unterricht gesteigert.

Eine Verbesserung der Unterrichtsqualität zeigt sich auch darin, dass der Raum nach methodischen und fachspezifischen Bedürfnissen eingerichtet ist. Es besteht die Möglichkeit Fachbibliotheken im Unterrichtsraum einzurichten. Anschauungsmaterial und eine fachspezifische Wandgestaltung ermöglichen eine flexible Unterrichtsgestaltung und motivierenden Unterricht. So können spezifische Lernatmosphären entstehen. Darüber hinaus lässt sich differenzierendes Unterrichtsmaterial im Sinne einer individuellen Förderung leichter im Raum unterbringen und nutzen.

Das Gewicht der Schultaschen hat sich zudem deutlich verringert, da Schulbücher im Raum vorhanden sind und die eigenen Bücher lediglich zu Hause genutzt werden.

Kunst im Schulgebäude

Die Schule ist ein Ort, der mit und von Schülerinnen und Schülern gestaltet wird. Die Präsentation von Arbeiten, die im Rahmen des Kunstunterrichts entstanden sind, ist ein fachspezifischer Schwerpunkt und gehört zur alltäglichen Praxis unserer Schule.

Die Vielfalt künstlerischer Verfahren und Methoden versuchen wir an unseren Schule zu nutzen, indem Zeichnungen, Grafiken und Plastiken im Schulhaus ausgestellt werden. Die ausgestellten Arbeiten werden ständig durch aktuelle Arbeiten ersetzt.

Durch die Präsentation von Ergebnissen anderer Schülerinnen und Schüler findet ein Lernprozess statt: Unsere Schülerinnen und Schüler stehen oft in kleinen Gruppen vor den neuen Arbeiten, betrachten, deuten und schätzten die Werke ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler wert.